Preliminary investigation report on human rights violations and violence perpetrated during demonstrations in Kinshasa between 19 and 21 September 2016

Preliminary investigation report on human rights violations and violence perpetrated during demonstrations in Kinshasa between 19 and 21 September 2016

In einem neu veröffentlichten Bericht untersucht das Gemeinsame UN-Menschenrechtsbüro (UNJHRO) der MONUSCO und des OHCHR Menschenrechtsverletzungen, die im Kontext der brutalen Niederschlagung der Demonstrationen der Opposition zwischen dem 19. und 21. September 2016 verübt wurden.

Das UNJHRO dokumentierte für diesen Zeitraum in Kinshasa 422 Fälle von Menschenrechtsverletzungen, verübt durch Angehörige der Polizei, Armee und Präsidentengarde. Gemäss des Berichts sind insgesamt mindestens 53 Personen - darunter 7 Frauen und 2 Kinder - getötet worden, 48 davon durch die nationalen Sicherheitskräfte. 143 Menschen wurden verletzt und über 299 unrechtmässig festgenommen und inhaftiert. Dies seien jedoch lediglich vorsichtige, provisorische Schätzungen. Aufgrund der Tatsache, dass den UNJHRO-Teams der Zugang zu mehreren Leichenhallen, Spitälern und Gefängnissen verwehrt blieb, müsse man annehmen, dass die tatsächlichen Opferzahlen um einiges höher seien. 

In seinem Bericht formuliert das UNJHRO schliesslich eine Reihe von Handlungsempfehlungen. Dabei appelliert es insbesondere an die kongolesische Regierung, gründliche, transparente und unabhängige Untersuchungen der durch die Sicherheitskräfte verübten Menschenrechtsverletzungen einzuleiten und die Verantwortlichen - ungeachtet ihres Rangs und ihrer Stellung - juristisch zur Rechenschaft zu ziehen.

Den vollständigen Bericht können Sie rechts in englischer oder französischer Sprache nachlesen.

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Erscheinungsdatum

21 Oktober 2016

Themen

Menschenrechtsverletzung, Gewalt, Präsidentschaftswahlen, Opposition