Demokratischen Republik Kongo: Katholiken kontra Kabila

Demokratischen Republik Kongo: Katholiken kontra Kabila

Im Zuge der von der katholischen Kirche ausgerufenen Proteste am 31. Dezember in der DR Kongo sind mindestens acht Menschen getötet worden, über 120 verhaftet. Zentren der gewaltsamen Ausschreitungen waren die Hauptstadt Kinshasa und Kananga, in der Provinz Kasaï. Die Bilder des Ausmaßes wurden erst ab Dienstag, den 2. Januar über die sozialen Medien und Nachrichten verbreitet. Zuvor waren das Internet und der SMS-Service im Land durch die Regierung blockiert worden.

Die Proteste wurden von katholischen Gemeinden organisiert und hatten landesweite Auswirkungen. Über die Hälfte der kongolesischen Bevölkerung gehört der katholischen Kirche an. Bislang war die Katholische Kirche als Vermittler innerhalb der politischen Blockade aufgetreten und auch maßgeblich für die Einigung auf das Silvesterabkommen zwischen Regierung und Opposition vor einem Jahr verantwortlich.

Die fehlende Umsetzung des Abkommens und die ausbleibende Organisation von Wahlen hatte im Laufe des Jahres 2017 die Spannungen in der DR Kongo landesweit verstärkt. Immer wieder hatte die Opposition zu Demonstrationen aufgerufen, es war zu Ausschreitungen, Verhaftungen und auch Toten gekommen. Doch Experten sehen in den Auschreitungen vom 31. Dezember 2017 sowie dem gewaltvollen Vorgehen gegen Priester und Krichgänger eine neue Dimension der Repression.

Die katholische Bischöfskonferenz CENCO veröffentlichte am Dienstag eine Mitteilung, in der sie sich äußerst schockiert über die Gewalt im Zuge des kirchlichen Friedensmarsches zeigt und das Vorgehen der Polizei und Sicherheitskräfte stark verurteilt.

Artikel können Sie unter diesem und diesem Link nachlesen. Die Mitteilung der CENCO finden Sie nebenstehend.

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Erscheinungsdatum

03 Januar 2018

Themen

Demokratie, Kirche, Gewalt