RDC: après le dernier massacre de Beni, l'heure du deuil et des questions

RDC: après le dernier massacre de Beni, l'heure du deuil et des questions

In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat die Miliz "Allied Democratic Forces" (ADF) in einer Attacke rund um den Stadtrand Benis, einer Stadt in der Provinz Nord-Kivu, nach offiziellen Angaben 36 Menschen umgebracht. Die Zivilgesellschaft spricht allerdings von 54 Toten, was das Massaker zum schlimmsten seit Beginn der Gewalttaten 2014 macht. 

Für die kongolesische Armee war die Attacke der Miliz eine Racheaktion, nachdem vor Kurzem einige ihrer Stützpunkte angegriffen wurden, darunter die Basis in Mwalika, die seit zwei Jahren besteht. Die Armee spricht von einem verzweifelten Versuch der ugandischen Miliz zu demonstrieren, dass sie immer noch existiert. Die Sicherheitskräfte sind allerdings verärgert, dass dies kurz nach dem Besuch von Präsident Kabila geschah. Ein Offizier vermutet, dass die Attacke auf Anweisungen von außen initiiert wurde. Quellen im innern der Regierung sagen, dass der im Exil lebende Opponent Mbusa Nyamwisi dahinter vermutet wird. 

In oppositionellen Kreisen allerdings befindet man den Präsidenten Kabila schuldig für die Massaker, oder wirft ihm zumindest vor, nicht genug für den Schutz der Menschen zu tun. 

Die Zivilgesellschaft in Beni hält die Attacke auch für einen Racheakt und unterstellt der Armee nicht genug getan zu haben, um nach dem Angriff in Mwalika die Bevölkerung zu schützen. Nach dem Massaker am Samstag gingen die Bürger auf die Straßen, um dagegen zu demonstrieren. 

Teddy Kataliko, Mitglied der Koodination der Zivilgesellschaft in Beni, verlangt militärische Maßnahmen, um die seit zwei Jahren andauernden, laut ihm terroristischen, Massaker zu stoppen. Auch der Regierungssprecher Lambert Mende bezeichnet die Attakten als terroristisch, herbeigerufen durch radikalen Islamismus. 

Hier können Sie den Artikel nachlesen. 

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Erscheinungsdatum

15 August 2016

Themen

Milizen, Sicherheitslage, Gewalt