Todesdrohungen gegen Familie von Journalisten

Todesdrohungen gegen Familie von Journalisten

Unter der Regierung Kabilas erfährt die Pressefreiheit immer stärkere Einschränkungen. Laut Berichten ereigneten sich in der DR Kongo zuletzt zahlreichen Fälle der Bedrohung und Einschüchterung von Journalisten. Die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) kritisiert dieses Vorgehen scharf.

Die Berichterstattung über die Gewalttaten, die seit August 2016 in der DR Kongo vor sich gehen, ist zu einer gefährlichen Angelegenheit für Journalisten geworden. Dem Chef des SendersTélévision Kasaï Horizons, Edouard Diyi, wurde gedroht, dass seine Frau und seine Kinder umgebracht werden, weil er einen Bericht über Demonstrationen vor dem Büro des Vizegouverneurs der DR Kongo geschrieben hatte. Ein anderer Journalist, Jérôme Mwana Nsthieyi, der sich in dem Sender Radio Télévision Mweka kritisch über brahmanische Priester geäußert hatte, musste erleben, wie sein Haus von bewaffneten Gruppen gestürmt und seine Frau verschleppt wurde.

Grund der Auseinandersetzungen ist ein Konflikt zwischen der Miliz Kamuina Nsapu, die sich gegen Joseph Kabila stellt, und dem kongolesischen Militär. Seitdem Kabila Staatsoberhaupt der DR Kongo ist, fand die Ermordung von wenigstens elf Reportern statt während die Verantwortlichen Straffreiheit genossen, mindestens ein Reporter ist aufgrund seiner Berichterstattung momentan inhaftiert. Auch im internationalen Vergleich schneidet das Land mit dem 154. Platz von 180 Staaten mangelhaft ab.

Mehr zur Situation der Journalisten in der DR Kongo könnt ihr unter diesem Link nachlesen.

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Erscheinungsdatum

16 Mai 2017

Themen

Pressefreiheit, Menschenrechtsverletzung