ÖNZ-Newsletter 1/2020

ÖNZ-Newsletter 1/2020

Die Corona-Krise hält die Welt in Atem und sorgt für weltweit drastische Auswirkungen und Maßnahmen. In der Großen Seen Region gibt es seit Mitte März die ersten bestätigten Fälle des Covid-19 Virus. Täglich nehmen die Zahlen der Neuinfektionen zu. Allerdings werden die wenigsten Betroffenen getestet. Die Dunkelziffer lässt Schlimmes für die Bevölkerung ahnen, da in allen drei Länder eine ausreichende Gesundheitsversorgung nicht vorhanden ist. Zudem leidet die Mehrheit der Bevölkerung unter den rigiden (aus gesundheitlicher Sicht aber notwendigen) Maßnahmen wie die zum Teil verhängten Ausgangssperren, da sie ihrer täglichen Arbeit und der Nahrungsmittelbeschaffung nicht mehr nachkommen dürfen. Soziale Absicherungssysteme sind nicht vorhanden und humanitäre Maßnahmen lassen auf sich warten.

Der aktuelle Newsletter widmet sich der Situation in den drei Ländern in der Corona-Krise und auch anderen Themen, die noch nicht im Zeichen der Pandemie standen:

Im Osten der DR Kongo gab es zu Beginn des Jahres zunächst positive Meldungen wie die Entlassung der letzten Ebola-Patientin oder den Friedensvertrag mit einer seit Jahren in Ituri aktiven Miliz. Die Sicherheitslage in vielen Teilen des Ostkongos bleibt jedoch weiterhin kritisch und die internen Fluchtbewegungen halten an. Präsident Tshisekedi sieht sich weiterhin großen Herausforderungen gegenübergestellt – nicht zuletzt innerhalb der eigenen Regierung.

Die menschenrechtliche Situation in Ruanda ist weiterhin angespannt. Der angebliche Selbstmord des populären ruandischen Sängers Kizito Mihigo in seiner Gefängniszelle sorgte für einen großen Aufschrei sowohl im Land als auch auf regionaler und internationaler Ebene.

Trotz der Corona-Pandemie hält die burundische Regierung an den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen am 20. Mai 2020 fest. Ende Januar wurde auf dem Parteitag der CNDD-FDD der ehemalige Rebellenführer und Mitbegründer der Regierungspartei Evariste Ndayishimiye als Präsidentschaftskandidat vorgestellt. Im Vorfeld der Wahlen nehmen die gewaltvollen Übergriffe auf Mitglieder der größten Oppositionspartei CNL sowie Repressalien gegen Regierungskritiker*innen stark zu.

Diese und weitere Themen entnehmen Sie bitte unserem aktuellen Newsletter.

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Erscheinungsdatum

09 April 2020

Themen

Gesundheit, Zivilgesellschaft, Regierung, Verhaftung, Gewalt, Vereinte Nationen