Pressemitteilung: Politische und humanitäre Krise in der Großen Seen Region. Das ÖNZ verleiht seinen Friedenspreis an die demokratische Jugendbewegung La Lucha.

Pressemitteilung: Politische und humanitäre Krise in der Großen Seen Region. Das ÖNZ verleiht seinen Friedenspreis an die demokratische Jugendbewegung La Lucha.

(Berlin, 31. Mai 2018) Die humanitäre und politische Krise in der Großen Seen Region vor allem in den Ländern Burundi und der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) spitzt sich zu. Das im Mai 2018 abgehaltene umstrittene Referendum in Burundi, welches auf einen Machterhalt des amtierenden Präsidenten  Nkurunziza zielt, hat erneut eine Welle von Gewalt und Einschüchterungen ausgelöst. Gewalt vor allem seitens der staatlichen Sicherheitskräfte hat nach unabhängigen Angaben 1.200 Tote gefordert und über 420.000 Menschen in die Flucht getrieben. Der Internationale Strafgerichtshof hat Ermittlungen aufgenommen.Teile der Opposition radikalisierten sich. Auch der kongolesische Präsident Joseph Kabila verstärkt durch seinen illegitimen Machterhalt die soziale und politische Krise im Land. Zehntausende befinden sich in der DR Kongo auf der Flucht vor Gewalt und Unsicherheit. 

Während einer gemeinsamen Konferenz der Heinrich Böll Stiftung und des Ökumenischen Netz Zentralafrika diskutieren am 4. Juni 2018 junge Vertreter*innen beider Länder in Berlin ihre Perspektiven, Handlungsspielräume und Erwartungen an sowohl die eigene Politik als auch die internationale Gesellschaft. Die demokratische Jugendorganisation La Lucha wird im Anschluss an die Konferenz mit dem ÖNZ-Friedenspreis ausgezeichnet.

„In der DR Kongo herrscht zunehmend ein Klima der Angst und Unsicherheit. Die politische Repression nimmt zu. Demokratische Jugendbewegungen wie La Lucha, die sich trotz Einschüchterung und persönlicher Gefährdung unermüdlich für Demokratie und freie Wahlen einsetzen, sind da ein wichtiger Lichtblick“, so Gesine Ames, die Koordinatorin des Ökumenischen Netz Zentralafrika.

Das Programm der Konferenz: „Under 25 – Jugendinitiativen in der Großen Seen Region“ ist dem Anhang zu entnehmen.

Das ÖNZ ist ein Netzwerk christlicher Hilfswerke in Deutschland für Frieden und Menschenrechte in Ruanda, Burundi und der DR Kongo. Mitglieder des ÖNZ sind AGEH, Brot für die Welt, Eirene, Misereor, pax christi und die Vereinte Evangelische Mission.

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Gesine Ames

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Tel.: 0049 (30) 4862 5700

Mobil: 01577 421 22 16  

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Aktuelles zum Thema

Erscheinungsdatum

31 Mai 2018

Themen

Demokratie, Rechtstaatlichkeit, Konflikt, Konferenz, Frieden