DR Kongo: Entwicklungsbanken verwickelt in Menschenrechtsverletzungen durch Palmölunternehmen

DR Kongo: Entwicklungsbanken verwickelt in Menschenrechtsverletzungen durch Palmölunternehmen

Investitionsbanken aus Belgien, Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden, die das Palmölunternehmen Feronia und seine Tochtergesellschaft in der DR Kongo, Plantations et Huileries du Congo, S.A., finanzieren, werden ihrer Rolle bei der Entwicklungsförderung nicht gerecht. Dies geht aus einem 95-seitigen Bericht von Human Rights Watch hervor, für den 200 Personen, darunter über 100 Arbeiter auf den Plantagen des Unternehmens, befragt wurden.

Laut dem Bericht sind die Arbeiter des Unternehmens bei niedrigen Löhnen den gesundheitlichen Folgen durch Pestizide und unzureichender Schutzausrüstung ausgesetzt. Unbehandelte Abfälle werden in lokalen Gewässern entsorgt und verseuchen das Trinkwasser. Bei einem Hungerlohn von 1,90 US-Dollar pro Tag, den viele Arbeiter erhalten, besteht eine ausgeprägte Diskrepanz zwischen dem, was die Entwicklungsbanken als Erfolgsgeschichte in der DR Kongo bezeichnen und der Realität für Plantagearbeiter und ihren Familien.

Human Rights Watch beschreibt im Bericht Strategien, die von den Entwicklungsbanken nachverfolgt werden sollten, um grundlegende Rechte zu schützen. Zu diesen Empfehlungen zählen beispielweise systematische Risikobewertungen und zugängliche Beschwerdemechanismen.

Der vollständige Bericht auf Englisch vom 25. November 2019 steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.

Ähnliche Publikationen
Aktuelles zum Thema

Erscheinungsdatum

17 Dezember 2019

Themen

Menschenrechtsverletzungen, Rohstoffe, Umwelt