Burundi/RDCongo: Droits de l’homme ? L’ambassadeur américain roule pour les terres rares

Burundi/RDCongo: Droits de l’homme ? L’ambassadeur américain roule pour les terres rares

In der Kontroverse um die Aufhebung der US-Sanktionen gegen acht burundische Persönlichkeiten stellt sich die Frage, inwiefern diese durch partikulare Wirtschaftsinteressen begünstigt wurde.

Die Aufhebung der Sanktionen durch den amerikanischen Präsidenten Joe Biden am 18. November hatte unter Menschenrechtsaktivist:innen Entsetzen ausgelöst, da Berichte der Vereinten Nationen und der Burundi Human Rights Initiative keine Verbesserungen bezüglich der Menschenrechtslage im Land aufzeigten. Genau aus diesem Grund hatte sich die Europäische Union im Oktober entschlossen ihre Sanktionen gegen Burundi aufrecht zu erhalten. Die Diskrepanz in der Auslegung der Menschenrechtslage in Burundi könnte laut einem Artikel von La Libre Afrique auf wirtschaftliche Interessen einzelner Amerikaner in Burundi zurückzuführen sein.

Eine tragende Rolle komme hierbei dem amerikanischen Botschafter Peter Pham zu, ehemaliger Direktor des Think-Tanks Atlantic Council und Sondergesandter der Vereinigten Staaten in der Region der großen Seen von Oktober 2018 bis März 2020 und anschließend im Sahel. In den letzten Jahren habe Pham mit großem Eifer die diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Burundi gestärkt, sowohl unter Ex-Präsident Pierre Nkurunziza als auch seit 2020 unter Évariste Ndayishimiye. Grund für dieses Engagement sei laut „Burundi Daily“ Phams Interesse an den Rohstoffvorkommen Burundis: Burundi verfügt in Gakara über eins der wichtigsten Vorkommen Seltener Erden Afrikas, die USA sind China auf dem globalen Rohstoffmarkt klar unterlegen und wollen ihre Beteiligung am Weltmarkt dringend ausbauen. Betrieben wird die Mine in Gakara von Rainbow Rare Earths, im Vorstand sitzt neben dem Amerikaner Shawn McCormick seit kurzem auch: Peter Pham. Die Aufhebung der Sanktionen sei also nur vordergründig durch eine Verbesserung der Menschenrechtslage bedingt, vielmehr diene sie einer Verbesserung der burundisch-amerikanischen Beziehungen, um Interessen einzelner am Rohstoffmarkt durchzusetzen.

Auf ähnliche Weise ist Peter Pham auch in der DR Kongo in ein undurchsichtiges Netz aus diplomatischen und eigenen Interessen verstrickt, wo er im Vorstand des aufstrebenden Telekommunikationsunternehmens Africell sitzt.

Auch in den USA stößt dieses Verhalten auf Kritik, der demokratische Senator Cory Booker hat Pham stark kritisiert und 2019 in einem Brief an den damaligen Staatssekretär Mike Pompeo von dem möglichen Interessenskonflikt Phams in der Region der Großen Seen berichtet – bislang ohne Konsequenzen.

Den vollständigen Artikel von La Libre Afrique finden Sie hier.

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Erscheinungsdatum

01 Dezember 2021

Themen

Menschenrechte, Politik, Internationale Gemeinschaft, EU, Wirtschaft