DR Congo has world’s highest number of people fleeing conflict internally

DR Congo has world’s highest number of people fleeing conflict internally

2016 waren mehr als 922,000 Menschen gezwungen, ihr Zuhause in der DR Kongo zu verlassen. Dies war die höchste Anzahl an Binnenvertreibungen aufgrund eines Konfliktes, die weltweit berichtet wurde und eines der am meisten überraschenden Ergebnisse des globalen Berichts des Internal Displacement Monitoring Centre (IDMC), welcher am 22. Mai 2017 veröffentlicht wurde.

„Kongos weitgehend vergessene Krise verdrängt alle anderen Krisen bezüglich der Anzahl an Menschen die gezwungen waren, aus ihrem Zuhause zu fliehen.“ sagte Ulrika Blom, die Landesdirektorin der Norwegischen Flüchtlingshilfe (NRC) in der DR Kongo. „Sogar Syrien oder Jemens und ihre brutale Kriege kommen nicht an die Zahl der Geflüchteten in der DR Kongo im letzten Jahr heran“.

Von den 3,7 Millionen vertriebenen Menschen insgesamt sind über 1 Million Menschen seit Beginn des Jahres 2017 nach gewalttätigen Auseinandersetzungen aus der Provinz Kasaï geflüchtet. Über die Hälfte der restlichen Flüchtlinge sind aus Nord Kivu (837,00) und Süd Kivu (387,000) vertrieben worden.

Der neue IDMC Report stellte fest, dass die politische Unsicherheit in der DR Kongo langanhaltende ethnischen Spannungen und Zusammenstöße zwischen bewaffneten Gruppen im letzten Jahr verschärft hat, besonders in Nord- und Süd-Kivu-Provinzen im Osten des Landes.

Zwanzig Jahre bewaffneter Konflikt und interkommunale Gewalt hat Millionen von Menschen anfällig gemacht für Ernährungsunsicherheit, Mangelernährung und epidemischen Ausbrüche. Doch obwohl mehr als 7 Millionen Menschen Hilfe brauchen, werden nur 20 Prozent der empfohlenen 813 Million US-Dollar für Hilfsgelder ausgegeben.   

Die NRC ist besorgt darüber, dass MONUSCO, die UN Mission in der DR Kongo, ihre Präsenz in einigen Gebieten reduziert. „Jetzt ist es wichtiger denn je, dass humanitäre Organisationen in der Lage sind, ihre Anstrengungen zu intensivieren, um sicherzustellen, dass vertriebene Familien vollständig geschützt sind. Wenn wir nicht richtig definieren wie und durch wen Zivilisten geschützt werden können nachdem die UN-Mission verkleinert wurde, werden die Menschen in der DR Kongo in eine noch tiefere Krise stürzen." warnte die Landesdirektorin Blom.

Mehr zu den aktuellen Flüchtlingszahlen in der DR Kongo könnt ihr hier nachlesen.

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Erscheinungsdatum

24 Mai 2017

Themen

Flüchtlinge