Gitega et Rainbow mining Burundi en terrain miné

Gitega et Rainbow mining Burundi en terrain miné

Beim Abbau seltener Erden in Burundi laufen die Verhandlungen weiter intransparent. Die Nachrichtenseite Iwacu hat am 20.07.2021 einen anonymen Angestellten des Ministeriums für Wasserwirtschaft, Energie und Bergbau und Gabriel Rufyiri, den Koordinator der Olucome Organisation zur Korruptionsbekämpfung befragt.

Nachdem das Ministerium für Energie und Bergbau am 8. April 2021 Rainbow Mining Burundi ein Verbot der Ausfuhr seltener Erden erteilt hatte, hatte das Unternehmen sich um Verhandlungen mit der burundischen Regierung bemüht. Am 24. Juni 2021 kündigt das Ministerium die Einstellung des Bergbaus für seltene Erden in Gakara bis zu diesen Verhandlungen an. Seitdem ist nichts mehr passiert.

Die abgemachten Verpflichtungen zur Schaffung „sozioökonomischer Infrastrukturen“ hat Rainbow Mining Burundi nicht erfüllt. Das Unternehmen sollte im Gegenzug für die Bergbauerlaubnis Schulen und Gesundheitsstrukturen in der Gegend erbauen. Doch das geschah nie. Die Bevölerung beschwerte sich öffentlich. Doch Korruption im Ministerium und Intransparenz bei den Verhandlungen führten dazu, dass das Unternehmen weiterhin verhandeln dürfe.

Beide Befragten sind sich einig: Auch finanziell mache der Staat in der Kooperation mit Rainbow Mining wenig Gewinn. Rainbow Mining bezahle nur eine Mindeststeuer und verschweige den wahren Wert der Exporte, so erhielte der Staat nur einen Bruchteil der Steuern, die ihm eigentlich zustünde. Zudem besage das Bergbaugesetz, dass die Bergbaugesellschaft 51 Prozent der Gewinne bekommt, weitere Aktionäre 39 Prozent und der Burundische Staat lediglich 10 Prozent.

 

Den Bericht und das Interview im Original finden Sie hier.

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Erscheinungsdatum

20 Juli 2021

Themen

Rohstoffe, Korruption, Wirtschaft