Gorilla Refuge, Rainforest May Be Opened in Congo Oil Search

Gorilla Refuge, Rainforest May Be Opened in Congo Oil Search

Zurzeit stehen in der DR Kongo Überlegungen an, die Pforten von zwei weltbekannten Nationalparks für die Erdölsuche zu öffnen. Betroffen ist zum einen der Virunga Nationalpark im Osten des Landes, in dem der Großteil der extrem gefährdeten Berggorillas beheimatet ist: Der Lebensraum dieser noch knapp 600 Tiere könnte durch dieses Vorhaben stark eingeschränkt werden. 170 Ranger starben bereits in der Mission, die Gorillas zu schützen. Zum anderen ist der Salonga Nationalpark in den Fokus gerückt; dieser ist das zweitgrößte Regenwald-Reservat weltweit. Der Nationalpark wurde 1970 gegründet, um die einheimische Artenvielfalt zu erhalten und besonders dem Bonobo, eine Menschenaffenart, und dem Kongopfau einen Schutzraum zu bieten.

Dem Stabschef des Öl-Ministeriums, Emmanuel Kayumba, zufolge werde es in der nahen Zukunft ein interinstitutionelles Komitee geben, das über die Ölförderung in den beiden Nationalparks entscheidet. Es soll aus Mitgliedern der Regierung, des Parlaments, des Öl-Ministeriums sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen bestehen. Laut Kayumba werde man jedoch keine bindenden Entschlüsse fassen, ohne eine Umweltprüfung durchzuführen sowie die Zustimmung der kongolesischen Bevölkerung zu erhalten.

Bereits 2015 stand eine Erdölsuche im Virunga Nationalpark zur Debatte. Soco International Pls erhielt damals sogar die Erlaubnis, das Vorhaben umzusetzen. Jedoch wies der Konzern aufgrund von internationalem Druck und Protesten durch Umweltorganisationen die Genehmigung zurück.

In der aktuellen Debatte stehen über 20 Prozent des Virunga Nationalparks und über 40 Prozent des Salonga Nationalparks auf dem Spiel.

 

Den vollständigen Artikel auf Englisch finden Sie hier.

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Erscheinungsdatum

28 Juni 2018

Themen

Rohstoffe, Konflikt