Macrons blinder Fleck

Macrons blinder Fleck

Anlässlich des 25. Jahrestags des Genozids in Ruanda findet eine Woche lang zahlreiche Gedenkveranstlatungen statt. Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron war dazu eingeladen, sagte aber wegen "Terminüberschneidungen" ab.

Dies scheint im Zusammenhang mit einer weiterhin fehlenden Stellungnahme Frankreichs und der Aufarbeitung der Geschehnisse von damals zu stehen. Es geht dabei um das düsterste Kapitel der französischen Afrikapolitik: die Unterstützung aus Paris für das Regime, das in Ruanda 1994 den Völkermord an den Tutsi vollzog, bei dem eine Million Menschen getötet wurden. Seit Jahrzehnten wird darüber gestritten, ob Frankreich durch seine massive militärische Unterstützung für Ruandas damalige Armee den Aufbau der Mordmaschinerie ermöglicht hatte, die ab dem Abend des 6. April 1994 in Aktion trat, um sämtliche Tutsi und andere Gegner der Hutu-Hardliner auszurotten und damit einen Friedensschluss mit Ruandas Tutsi-Rebellen zu verhindern. Besonders umstritten ist dabei die französische Militärintervention, zu der nun nach und nach einige der französischen Offizieren ihr Schweigen brechen, wodurch der vedacht erhärtet wird, dass es nicht in erster Linie keine humanitären Ziele waren, die Frankreich verfolgte.

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Erscheinungsdatum

09 April 2019

Themen

Genozid, Frankreich, Konflikt