Pierre Nkurunziza - der "ewige oberste Führer" Burundis?

Pierre Nkurunziza - der "ewige oberste Führer" Burundis?

Vergangenen Donnerstag stimmten die Bürgerinnen und Bürger Burundis der Verfassungsänderung mit großer Mehrheit zu und ermöglichten somit eine Amtszeitverlängerung des aktuellen Präsidenten Pierre Nkurunziza bis zum Jahr 2034. Experten zufolge kann dies jedoch nicht als Wille des Volkes betrachtet werden, sondern eher als Resultat eines anhaltenden Klimas der Angst. Kurz vor dem Referendum hatten Mordanschläge, Entführungen und Einschüchterungen gegenüber  Oppositionellen seinen Höhepunkt erreicht. Somit enthielten sich viele Regierungsgegner aus Angst der Abstimmung.

Bereits 2015 ließ sich Nkurunziza als Präsidentschaftskandidat einer dritten, nicht verfassungskonformen Amtszeit aufstellen, welche Burundi in eine tiefe Krise stürzte und 1200 Menschen das Leben kostete. Es wird nun befürchtet, dass Nkurunziza, der sich selbst als Messias Burundis versteht, eine Präsidentschaft auf Lebenszeit anstrebt und seine Macht durch korrupte Methoden aufrecht erhält. Die 2020 anstehenden Präsidentschaftswahlen könnten laut Experten zu weiteren gefährlichen Spannungen und einer Eskalation der Gewalt in Burundi führen.

Den vollständigen Artikel der Deutschen Welle finden Sie hier.

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Erscheinungsdatum

23 Mai 2018

Themen

Verfassung, Verfassungsänderung, Demokratie, Konflikt