Präsident der FDLR-Rebellen ist tot

Präsident der FDLR-Rebellen ist tot

Der Präsident der im Osten der DR Kongo aktiven Rebellengruppe FDLR, die sich aus ehemaligen Hutu-Kämpfern zusammensetzt, Ignace Murwanashyaka, ist nun nach 9 Jahren Haft schwerkrank gestorben. In einem aufwendigen Verfahren, was es so noch nicht gegeben hatte, war Murwanashyaka vom Landesgericht Stuttgart als aktiver Befehlshaber der Rebellengruppe FDLR, die sich in den Wäldern im Osten der DR Kongo zahlreicher Menschenrechtsverletzungen, wir Gruppenvergewaltigungen und Massaker schuldig gemacht haben, 2015 zu 13 Jahren verurteilt worden. Sein Gesundheitszustand galt schon während des Prozesses als schlecht.

Trotz der Urteilssprechung blieb sein realer Einfluss auf das Kriegsgeschehen umstritten und ist jahrelang Thema vor Gericht in Deutschland gewesen, ohne endgültige Klärung. Ein neuer Prozess, um die Frage der Beihilfe zu klären, hätte voraussichtlich im Mai 2019 beginnen sollen. Dafür ist es jetzt zu spät.

Vor zwei Wochen verschlechterte sich sein Gesundsheitszustand bis er letzendlich in eine Uniklinik verlegt wurde. Dort erlag er nach fünf Tagen seiner Erkrankung.

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Erscheinungsdatum

17 April 2019

Themen

Milizen, Menschenrechtsverletzung, Justiz