RDC: imbroglio au sujet de la délivrance de visas

RDC: imbroglio au sujet de la délivrance de visas

Am 26. Juli 2018 kursierte ein Dokument, ausgestellt von Emmanuel Ilunga, dem designierten Minister für Angelegenheiten von Auslandskongolesen, in den sozialen Netzwerken und heizt damit den Disput mit der belgischen und französischen Regierung im Bezug auf die Schließung des Schengenhauses in Kinshasa weiter an. In der Stellungnahme war zu lesen, dass die kongolesischen Botschaften von nun an keine Visa mehr an französische oder belgische Staatsbürgerinnen und –bürger vergeben werde, wenn diese aufgrund von humanitären oder medizinischen Angelegenheiten beantragt werden. Dies sei eine „Reaktion des Ausgleichs“, da Frankreich und Belgien seit der Schließung des Schengenhauses in Kinshasa dieselben Praktiken für kongolesische Staatsangehörige anwenden.

Allerdings nahm Ilunga dieses Dokument, das mit dem Briefkopf des kongolesischen Außenministeriums und seiner Unterschrift versehen war, kurz nach der Veröffentlichung wieder zurück. Auch wenn er sich vorher in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Jeune Afrique noch als Verfasser des Schreibens bezeichnete, sei es angeblich ohne sein Wissen und ohne die Zustimmung des Außenministeriums herausgeben worden. Léonard She Okitundu, der kongolesische Außenminister, erklärte das Dokument für null und nichtig und betonte, dass Illunga keine Befugnis hätte, derartige Anweisungen zu erteilen. Auch die französischen und belgischen Botschaften hatten bis dato keinerlei Mitteilung über eine Verfahrensänderung von Visaangelegenheiten erhalten.

 

Den vollständigen Artikel auf Französisch finden Sie hier.

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Erscheinungsdatum

27 Juli 2018

Themen

Regierung, Frankreich