RDC : sale temps pour les ex-sécurocrates de Kabila

RDC : sale temps pour les ex-sécurocrates de Kabila

Innerhalb von wenigen Tagen sind sowohl der ehemalige Nachrichtendienstchef unter Joseph Kabila, Kalev Mutond, als auch der ehemalige Generalinspektor der kongolesischen Armee, General John Numbi, untergetaucht. Während der Aufenthaltsort des ersteren unbekannt ist, befindet sich der ehemalige Generalinspektor verschiedenen Berichten zufolge in Simbabwe. Die beiden sicherheitspolitischen Schwergewichte unter Joseph Kabila sahen sich aufgrund ihrer Verstrickungen in illegale Praktiken während ihrer Zeit im Sicherheitsapparat immer stärker von der kongolesischen Justiz bedrängt. Mit ihrer Flucht versuchen beide der drohenden Verhaftung durch die Behörden und möglichen Prozessen zu entgehen. Das Untertauchen der beiden Kabila-Vertrauten kann als weiterer symbolischer Erfolg für den aktuellen Präsidenten Tshisekedi gewertet werden bei seinem Versuch, den Sicherheitsapparat seines Vorgängers zu neutralisieren.

Kalev Mutond stand acht Jahre an der Spitze der Agence Nationale de Renseignements (ANR), dem kongolesischen Nachrichtendienst, und sieht sich Klagen von mehreren Inhaftierten dieser Zeit gegenüber, die ihm unter anderem illegale Verhaftungen, Folter und schlechte Behandlung vorwerfen. Die ANR unter seiner Führung war ein wichtiger Baustein der gewaltsamen Unterdrückung von Oppositionellen unter Joseph Kabila. Nachdem Mutond am 9. März diesen Jahres die zweite Vorladung der Staatsanwaltschaft ignoriert hatte, kam es in der Nacht vom 10. auf den 11. März zu einer Durchsuchung seines Wohnsitzes. Da er dabei nicht vorgefunden wurde, veröffentlichte die Staatsanwaltschaft daraufhin ein Fahndungsersuchen. Mutond ist nach wie vor untergetaucht, auch seine Familie gibt an, keinen Kontakt zu ihm zu haben.

Der zweite Flüchtige, der General John Numbi, war in den letzten Wochen und Monaten erneut für seine mutmaßliche Beteiligung an der Ermordung von Floribert Chebeya und Fidèle Bazana in den medialen und gerichtlichen Fokus gerückt. Zunächst kam es im September 2020 in diesem Zusammenhang zur Verhaftung seiner ehemaligen rechten Hand Christian Ngoy. Im Februar beschuldigten dann zwei mittlerweile exilierte Polizisten, die ebenfalls an der Ermordung Chebeyas beteiligt waren, Numbi in einem RFI-Interview schwer und wiesen ihm die Rolle als Auftraggeber der Ermordung zu. Dies hatte der General immer bestritten. In der Folge dieser Enthüllungen wurde dann auch Jacques Mugabo, ein weiterer Vertrauter Numbis, in Lubumbashi festgenommen.

Um einer Verhaftung zu entgehen, ist John Numbi nach Informationen von Afrikarabia mit mehreren seiner Männer nach Simbabwe geflüchtet, wenngleich nicht genau bekannt ist, wo er sich aktuell aufhält. Harare habe Kinshasa die Präsenz Numbis auf seinem Staatsgebiet mitgeteilt, ohne sonstige Schritte vorzunehmen. Offiziell wurde seine Flucht nach Simbabwe bislang von keinem der beiden Staaten bestätigt.

Den Originalartikel in französischer Sprache finden Sie hier

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Erscheinungsdatum

23 März 2021

Themen

Gerichtsprozess, Ermordung, Menschenrechtsverletzungen, Rechtstaatlichkeit, Justiz