Rwandan court finds 'Hotel Rwanda' film hero guilty in terrorism case

Rwandan court finds 'Hotel Rwanda' film hero guilty in terrorism case

Ein ruandisches Gericht verurteilte am Montag Paul Rusesabagina, einen ehemaligen Hotelmanager, der in einem Hollywood-Film über den Völkermord von 1994 als Held dargestellt wurde, aufgrund des Vorwurfs der Gründung sowie finanziellen und logistischen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung zu 25 Jahren Gefängnis.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Haftstrafe für Rusesabagina in neun Anklagepunkten gefordert, darunter Terrorismus, Brandstiftung, Geiselnahme und Bildung einer bewaffneten Rebellengruppe. Er wurde in acht Anklagepunkten verurteilt.
Rusesabagina hatte im Laufe des Prozesses zugegeben, eine führende Rolle in der ruandischen Bewegung für demokratischen Wandel (MRCD) gespielt zu haben, einer Gruppe, die sich gegen Kagames Herrschaft stellt, bestritt jedoch die Verantwortung für die Gewalttaten ihres bewaffneten Flügels, der Nationalen Befreiungsfront (FLN).

Rusesabagina lebte lange in Belgien. Durch die Hollywood-Verfilmung seiner Rolle zu Zeiten des Völkermors wurde er weltweit bekannt und galt durch seine Äußerungen schließlich als Kritiker der Regierung Kagames. Letztes Jahr wollte er eigentlich von Dubai nach Burundi reisen, landetet aber in Kigali, wo er direkt festgenommen wurde.

Die Umstände seiner Verhaftung sowie des Prozesses werden interrnational kritisiert und nicht als fair eingestuft. Auch bei der Urteilsverkündung waren weder Rusesabagina selbst noch seine Anwälte anwesend.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier und weitere Hintergründe können Sie hier nachlesen.

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Erscheinungsdatum

21 September 2021

Themen

Verhaftung, Gefängnis, Inhaftierung