She wanted to be president, but ended up jailed instead

She wanted to be president, but ended up jailed instead

Diana Rwigara war die einzige Frau, die bei den letzten Präsidentschaftswahlen im August 2017 in Ruanda kandidiert hat. Sie wurde jedoch von der Wahl disqualifiziert mit der Begründung, sie habe bei der Einreichung ihrer Kandidatur Unterschriften gefälscht, was sie im Nachhinein bestritt. Als Protest gegen ihre unrechtmäßige Disqualifikation gründete sie Itabaza, eine Bewegung mit dem Ziel die ruandische Regierung für ihre Fehler zur Verantwortung zu ziehen. In Folge dessen wurde sie festgenommen und befindet sich seither im Gefängnis. Ihr wird Fälschung und Anstiftung zum Aufstand vorgeworfen.

Häufig wird Ruanda im Ausland sehr positiv wahrgenommen. Der „World Bank Doing Business Report“ von 2018 führt das Land als zweitbesten Ort an, um südlich der Sahara Geschäfte zu machen und nennt es unter den afrikanischen Nationen mit der niedrigsten Korruptionsrate. Auch sitzen mit 61,3% in keinem anderen nationalen Parlament auf der Welt mehr Frauen als in Ruanda. Präsident Paul Kagame ist seit dem Jahr 2000 im Amt und wurde bei der letzten Wahl mit nahezu 99% der Wählerstimmen bestätigt. Ihm werden der wirtschaftliche Erfolg des Landes sowie die Beendigung des vorangegangenen Genozids oft angerechnet.

Doch viele Gegenstimmen, darunter auch Rwigaras Anhänger, kritisieren, dass hinter der glänzenden Fassade auch die politische Opposition und grundlegende Freiheiten unterdrückt werden. Einer ihrer Anhänger, der unerkannt bleiben möchte, berichtet, wie in einem Klima von Gewaltandrohung und Unterdrückung von Meinungsfreiheit es fast unmöglich geworden ist, öffentlich die Regierung zu kritisieren. Er wurde festgenommen und erhielt Morddrohungen damit er sich von ihr abwende wie viele andere ihrer Unterstützer auch. Während ihrer kurzen politischen Karriere bekam sie vor allem von jungen Leuten erheblichen Zulauf, indem sie Missstände in der Politik und Gesellschaft anprangerte. Rwigaras Inhaftierung ist kein Einzelfall. Victoire Ingabire hatte bereits sieben Jahre zuvor für das Präsidentenamt kandidiert. Kurz nach der Wahl wurde sie festgenommen mit der Anschuldigung „Genozid-Ideologie“ zu verbreiten. Sie ist seitdem immer noch im Gefängnis.

Die vollständige Reportage finden Sie hier.

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Erscheinungsdatum

31 August 2018

Themen

Präsidentschaftswahlen, Opposition, Inhaftierung