Une décision très lourde

Une décision très lourde

Der Nationale Sicherheitsrat in Burundi hat entschieden, die Arbeit von ausländischen Nichtregierungsorganisationen (NGO's) mit Wirkung zum 1. Oktober vorrübergehend auszusetzen. Zuvor waren NGO's in Burundi bereits genau hinsichtlich der ethnischen Verteilung von Mitarbeitenden geprüft worden, zu der in den öffentlichen Verwaltungseinrichtungen in Burundi eine klare Quotenregelung herrscht.

Die Entscheidung, die Arbeit sämtlicher ausländischer NGO's nun für die Dauer von 3 Monaten auszusetzen, löst Bestürzung in weiten Teilen der burundischen Bevölkerung wie auch im Ausland aus. Es ist zu erwarten, dass diese schwerwiegende Entscheidung direkte und konkrete Konsequenzen auf das Leben der Menschen in Burundi haben wird. Nicht nur sind zehntausende Arbeitnehmer von plötzlicher Arbeitslosigkeit betroffen, welches eine ungewisse Zukunft für ihre Familien, aber auch dramatische Folgen für die gesamte Bevölkerung bedeutet, die die Dienste der NGO's in Anspruch nehmen.

Ausländische Nichtregierungsorganisationen in Burundi sind vor allem in humanitären und im medizinischen Bereich tätig. Andere sind in der ländlichen Entwicklung zu verorten und verteilen Saatgut und andere Düngemittel. Somit greifen sie vor allem in den Bereichen, in denen der burundische Staat große Lücken aufweist. Dementsprechend sind verheerende Konsequenzen dieser Entscheidung zu befürchten.

Den Artikel auf Französisch finden Sie hier.

Ähnliche Pressespiegel

Erscheinungsdatum

01 Oktober 2018

Themen

Nichtregierungsorganisation, Humanitäre Lage, Zivilgesellschaft