DR Kongo: Die Folgen der Ebola-Epidemie für Kinder

Am 29. September wurden in sieben Provinzen der DR Kongo 8.224 Ebola-Fälle und 3.982 Todesfälle registriert. Kinder sind von den schwersten Folgen der Epidemie besonders betroffen: Obwohl sie nur ein Viertel der Infektionen ausmachen, entfällt ein Drittel der Todesfälle auf sie. Am höchsten ist die Sterblichkeit bei Kindern unter fünf Jahren. Sieben von zehn infizierten Kindern dieser Altersgruppe überleben die Krankheit nicht, oft weil sie zu spät behandelt werden. 

Die am stärksten betroffene Provinz bleibt Ituri. Gleichzeitig steigen nun auch die Fallzahlen in Nord-Kivu. In diesen beiden Regionen haben nach Angaben von UNICEF mehr als 1.900 Kinder ein Elternteil verloren, oder wurden von ihren Eltern getrennt. Die Organisation geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegt, da ihre Arbeit nur Teile des Landes abdeckt. 

Die Infektion eines Elternteils kann zur Trennung von Familien führen. In einigen Fällen werden Kinder aus Angst vor einer Ansteckung von ihren Angehörigen zurückgewiesen. Kinder ohne Begleitung sind besonders gefährdet. Kontaktverfolgung und medizinische Betreuung sind für sie oft nicht gewährleistet. Zudem sind sie in höherem Maße Gewalt und Ausbeutung ausgesetzt. 

UNICEF hat deshalb Kindergärten in der Nähe von Behandlungszentren eingerichtet. Dort werden Kinder ohne Begleitpersonen sowie Kinder aufgenommen, deren Eltern behandelt werden. Gleichzeitig können sie medizinisch beobachtet werden. Für diese und weitere Maßnahmen zum Schutz von Kindern fordert UNICEF zusätzliche finanzielle Mittel. 

Der Artikel ist auf Französisch bei Studio Hirondelle RDC erschienen.

zum Artikel