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DR Kongo: Ebola-Epidemie fordert mehr als 2.000 Todesopfer
Die Ebola-Epidemie in der DR Kongo hat nach Angaben der kongolesischen Behörden inzwischen 2.011 Todesopfer gefordert. Bis zum 11. August wurden 4.381 bestätigte Fälle registriert. Damit nähert sich der aktuelle Ausbruch der bislang tödlichsten Ebola-Epidemie in der DR Kongo an, die zwischen 2018 und 2020 fast 2.300 Menschenleben forderte.
Der Ausbruch wurde am 15. Mai offiziell gemeldet und hat sich von der Provinz Ituri auf weitere Regionen im Osten und Nordosten des Landes, darunter Nord-Kivu, ausgebreitet. Besonders schwierig ist die Bekämpfung der Epidemie in Gebieten, die von bewaffneten Konflikten geprägt sind und in denen die Gesundheitsversorgung nur eingeschränkt funktioniert. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden liegt die derzeitige Sterblichkeitsrate bei 45,9 Prozent.
Erschwert wird die Eindämmung auch durch das Misstrauen der Bevölkerung. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erreichen die Helfer:innen lediglich rund 30 Prozent der Betroffenen, während viele Erkrankte zu Hause sterben. Auch traditionelle Bestattungsrituale gelten als wichtiger Übertragungsweg des Virus.
Da es bislang keinen spezifischen Impfstoff gegen die im aktuellen Ausbruch verbreitete Bundibugyo-Variante gibt, soll der zugelassene Ebola-Impfstoff Ervebo nun im Rahmen klinischer Studien getestet werden. Weitere Impfstoffkandidaten befinden sich in der Entwicklung. Gleichzeitig stellen internationale Partner zusätzliche Mittel zur Verfügung: Die USA kündigten weitere 242 Millionen US-Dollar zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie in der DR Kongo an.
Der Artikel ist auf Französisch bei Le Monde erschienen.