- Humanitäre Lage
DR Kongo: Mehr als 1.500 Ebola-Tote – Ausbreitung weiterhin schwer einzudämmen
Der Ebola‑Ausbruch in der DR Kongo verschärft sich weiter: Mehr als 1.500 Menschen sind bereits gestorben, insgesamt wurden über 3.400 Infektionen bestätigt. Die Todeszahlen stiegen innerhalb einer Woche um 50 Prozent, teils wegen eines Rückstaus nicht erfasster Fälle. Besonders betroffen ist die Provinz Ituri, wo Gewalt, fehlende Infrastruktur und Misstrauen gegenüber dem Gesundheitspersonal die Eindämmung massiv erschweren. Doch inzwischen gibt es auch in fünf weiteren Provinzen bestätigte Fälle, darunter in Kisangani, der Hauptstadt der westlich von Ituri gelegenen Provinz Tshopo.
Uganda erklärte sich derweil am 28.Juli nach der Entlassung des letzten Patienten Mitte Juni für Ebola‑frei. Für die seltene Bundibugyo‑Variante gibt es keinen bewährten Impfstoff, und Verzögerungen bei der Kontaktverfolgung sowie unsichere Bestattungspraktiken fördern die stetige Ausbreitung.Trotz der hohen lokalen Fallzahlen schätzt die WHO das Risiko einer globalen Ausbreitung weiterhin als gering ein.
Der Artikel ist auf Englisch bei Al Jazeera erschienen.