Burundi: Kritik an Ausbeutung von Arbeitsmigrant:innen durch Vermittlungsagenturen

Burundi verzeichnet nach Angaben der Vereinigung ALUCHOTO eine Zunahme von Menschenhandel und Ausbeutung burundischer Arbeitsmigrant:innen, die über staatlich anerkannte Vermittlungsagenturen ins Ausland geschickt werden. Armut, Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Not treiben viele Menschen dazu, Arbeit in der Region, im südlichen Afrika oder in den Golfstaaten zu suchen – oft ohne ausreichende Informationen über Rekrutierungsbedingungen oder Vertragsinhalte. 

ALUCHOTO kritisiert, dass einige Sicherheitsfirmen und Agenturen irreführende Versprechen machen und Migrant:innen anschließend unmenschlichen Bedingungen aussetzen. 2026 unterstützte die Organisation nach eignenen Angaben die Rückführung von 22 misshandelten Frauen - weitere Personen wurden nach der Konfiszierung ihrer Dokumente illegal festgehalten. Auch Menschen mit Behinderungen seien betroffen, indem sie zum Betteln gezwungen würden. 

ALUCHOTO fordert Ermittlungen, Sanktionen gegen betrügerische Agenturen, strengere Kontrollen und verpflichtende Vertragsaufklärung vor Ausreisen. 

Auch die Internationale Organisation für Migration (IOM) betont zum Welttag gegen Menschenhandel die besondere Verwundbarkeit von Migrant:innen und ruft Staaten dazu auf, Prävention, Schutz und Zugang zu Rechtshilfe zu stärken sowie die Straflosigkeit der Täter:innen zu bekämpfen.

Der Artikel ist auf Englisch bei SOS Médias Burundi erschienen. 

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