Burundi/Ruanda: Schüsse bei zwei Grenzzwischenfällen innerhalb von fünf Tagen

Entlang des Kagera im Nordosten Burundis berichten Einwohner:innen von einer verstärkten Stationierung von Sicherheitskräften auf burundischer und ruandischer Seite der Grenze. Hintergrund sind nach lokalen Angaben zwei Vorfälle innerhalb von fünf Tagen, bei denen Schüsse gefallen sein sollen. Demnach seien die Zwischenfälle durch Grenzüberschreitungen ausgelöst worden.

Als mögliche Ursache werden Veränderungen des Flussverlaufs des Kagera genannt, der die Grenze zwischen beiden Ländern bildet. Durch die Verlagerung des Flussbetts bestehen demnach Unklarheiten über den genauen Grenzverlauf. Dies hat auch Auswirkungen auf den Zugang der Bevölkerung zu landwirtschaftlichen Flächen und Fischereigebieten.

In der Vergangenheit wurden ähnliche Konflikte nach Angaben eines lokalen Journalisten durch Gespräche zwischen lokalen oder nationalen Behörden beigelegt. Derzeit finde jedoch kein entsprechender Dialog statt. Die Grenze zwischen Burundi und Ruanda ist seit 2024 aufgrund der angespannten Beziehungen zwischen beiden Ländern geschlossen. Belastet werden die Beziehungen zudem durch unterschiedliche Positionen zum Konflikt im Osten der DR Kongo. Vor diesem Hintergrund äußern Teile der Bevölkerung die Sorge vor einer weiteren Eskalation.

Der Artikel ist auf Französisch bei SOS Médias Burundi erschienen.

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