- Menschenrechte
- Zivilgesellschaft
- Konflikt
DR Kongo: UNO warnt vor 626 Vorfällen gegen humanitäre Helfer im Jahr 2025, insbesondere im Osten des Landes
Die Vereinten Nationen schlagen Alarm wegen der zunehmenden Gewalt gegen humanitäre Helfer in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo). Laut dem UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) wurden im Jahr 2025 landesweit 626 sicherheitsrelevante Vorfälle registriert, bei denen humanitäre Akteure betroffen waren. Besonders dramatisch ist die Situation im Osten des Landes, wo allein im Dezember 48 Vorfälle gezählt wurden – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vormonat. Am stärksten betroffen war die Provinz Süd-Kivu, gefolgt von Nord-Kivu und Ituri. Die Vorfälle reichen von Einbrüchen, Diebstählen und gewaltsamem Eindringen bis hin zu Bedrohungen, Einschüchterungen, Bewegungseinschränkungen und physischen Übergriffen.
Die anhaltende Unsicherheit, bewaffnete Auseinandersetzungen und abgeschnittene Verkehrswege verschlechtern die Arbeitsbedingungen erheblich. In der Folge müssen Hilfsorganisationen ihre Einsätze einschränken, Reisen reduzieren und Hilfe verzögert oder gar nicht leisten, was den Zugang zur notleidenden Bevölkerung zunehmend erschwert. Trotz des starken Anstiegs in Süd-Kivu bleibt Nord-Kivu mit 46 Prozent aller Vorfälle im Jahr 2025 die am stärksten betroffene Provinz, was auf die hohe Dichte humanitärer Akteure und die weiterhin instabile Sicherheitslage zurückzuführen ist.
Der Artikel ist auf Französisch bei rfi afrique erschienen.