- Internationale Politik
DR Kongo: USA sanktionieren Ex-Präsident Kabila wegen Unterstützung der M23
Am 30. April 2026 haben die USA Joseph Kabila, Präsident der DRC von 2001 bis 2019, mit Sanktionen belegt. Washington wirft ihm vor, die AFC/M23 finanziell zu unterstützen und die Destabilisierung der kongolesischen Regierung unter Präsident Tshisekedi zu betreiben. Kabila steht damit auf der Sanktionsliste des US-Finanzministeriums (OFAC).
Kabila wies die Vorwürfe in einer Stellungnahme als "zutiefst ungerechtfertigt, politisch motiviert und ohne belastbare Beweise" zurück. Er kündigte an, sich auch unter Druck weiter für ein Ende der, wie er es nennt, “Diktatur in Kinshasa” einzusetzen. Die kongolesische Regierung hingegen begrüßte die Sanktionen als wichtigen Schritt im Kampf gegen Straflosigkeit und um Kabilas Fähigkeit zur finanziellen und logistischen Unterstützung der M23 einzuschränken.
Kabila war bereits Ende 2025 in Abwesenheit von einem kongolesischen Militärgericht wegen "Komplizenschaft" mit der M23 zum Tode verurteilt worden. In den vergangenen Jahren lebte er überwiegend zurückgezogen im Ausland, tauchte jedoch im vergangenen Jahr überraschend in Goma auf - der Stadt, die im Januar 2025 von der AFC/M23 eingenommen wurde.
Der Artikel ist auf Französisch bei Jeune Afrique erschienen.