DR Kongo: Verschlechterung der Sicherheitslage im Gebiet Djugu in Ituri

In der Provinz Ituri im Osten der Demokratischen Republik Kongo verschärft sich die Sicherheits- und humanitäre Lage erneut. Im Zentrum der jüngsten Gewalt steht die bewaffnete Gruppe Convention pour la révolution populaire (CRP), die Anfang 2025 von Thomas Lubanga gegründet wurde. Lubanga, ein ehemaliger Häftling des Internationalen Strafgerichtshofs, lebt heute im Exil in Uganda und erklärt, aus Wut über die Regierung in Kinshasa zu handeln, der er vorwirft, Ituri auszubeuten und zugunsten der Krisen in Nord-Kivu zu vernachlässigen.

Nach einer Phase relativer Schwächung durch militärische Operationen der kongolesischen Armee ist die CRP in den vergangenen Wochen wieder verstärkt aktiv. Besonders betroffen ist die Ortschaft Bule, etwa 95 Kilometer von der Provinzhauptstadt Bunia entfernt. Der strategisch wichtige Handelsort wechselte mehrfach die Kontrolle zwischen der Armee und der CRP. Anfang Januar 2026 wurde Bule erneut von Milizionären gehalten, denen vorgeworfen wird, Vertriebene und Zivilisten als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen.

Die Gewalt hat zahlreiche Opfer gefordert. Laut Vereinten Nationen wurden allein im vergangenen Monat mindestens 25 Zivilisten getötet und über 40 verletzt. Krankenhäuser in Fataki und Bunia versorgten dutzende Schwerverletzte. Gleichzeitig verschlechtert sich die humanitäre Situation dramatisch: Mehr als 87.000 Binnenvertriebene in und um Bule haben aufgrund der unsicheren Lage kaum Zugang zu Hilfe. Lokale Behörden berichten zudem von mindestens 17 Todesfällen infolge von Hunger, Krankheiten und fehlender medizinischer Versorgung innerhalb weniger Wochen.

Der Artikel ist auf Französisch bei rfi afrique erschienen.

zum Artikel