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Kardinal Ambongo wiederholt seinen Aufruf zu einem inklusiven Dialog nach der Einnahme von Uvira durch die M23
Kardinal Fridolin Ambongo, Erzbischof von Kinshasa, erneuerte am 14. Dezember seinen Aufruf zu einem inklusiven nationalen Dialog in der Demokratischen Republik Kongo. Dieser Appell erfolgte zum Abschluss der 15. Vollversammlung der Vereinigung der Bischofskonferenzen Zentralafrikas (ACEC), die sich für Frieden und soziale Entwicklung in der Region einsetzt. Ziel des Dialogs ist es, die tiefen Ursachen der Sicherheitskrise im Osten der DR Kongo anzugehen, wo Rebellen der AFC/M23 weiterhin Städte und Gebiete in Nord- und Süd-Kivu, darunter Uvira, besetzen.
Trotz der anhaltenden Gewalt betonte Kardinal Ambongo, dass Frieden möglich bleibe, und rief die Bevölkerung der betroffenen Regionen dazu auf, Hass und Spaltung zu widerstehen. Zugleich stellte er die Wirksamkeit des am 4. Dezember in Washington unterzeichneten Abkommens zwischen den Präsidenten Félix Tshisekedi und Paul Kagame infrage, da kurz nach dessen Ratifizierung erneut Gebietsverluste zu verzeichnen seien.
Der Kardinal kritisierte zudem die Grenzen internationaler Abkommen und Initiativen, die die kongolesische Bevölkerung ausschlössen und die Ausbeutung der Ressourcen des Landes verharmlosten. Diese Schwächen bestätigten aus seiner Sicht die Relevanz der Initiative der Bischöfe der CENCO und der Pastoren der ECC, insbesondere die Ausarbeitung eines Sozialpakts für Frieden und Zusammenleben in der DR Kongo und der Region der Großen Seen. Dieser Pakt stelle nach seiner Überzeugung derzeit den einzigen Weg zu einem echten und dauerhaften Frieden in der Subregion dar.
Der Artikel ist auf Französisch bei Radio Okapi erschienen.