Ruanda: Diplomatische Beziehungen mit Belgien wiederhergestellt

Am Rande der UN-Generalversammlung hat der belgische Außenminister Maxime Prévot angekündigt, dass die diplomatischen Beziehungen zwischen Ruanda und Belgien wieder aufgenommen wurden. Die Entscheidung wurde durch eine gemeinsame Erklärung mit seinem ruandischen Amtskollegen Olivier Nduhungirehe festgehalten. Die jeweiligen Botschaften sollen zeitnah wiedereröffnet werden. 

Ruanda hatte die diplomatischen Beziehungen am 17. März 2025 abgebrochen. Kigali warf Brüssel vor, sich im Konflikt im Osten der DR Kongo gegen Ruanda positioniert zu haben. Vorausgegangen waren Sanktionen des Rates der Europäischen Union gegen mehrere Personen, die für die Situation im Osten der DR Kongo verantwortlich gemacht wurden. Belgien soll sich auf EU-Ebene für diese Maßnahmen eingesetzt haben. 

Die Wiederherstellung der Beziehungen ist das Ergebnis mehrerer informeller Kontakte und Treffen zwischen beiden Seiten. Diese begannen bereits drei Monate nach dem Abbruch der Beziehungen mit einem ersten Treffen der beiden Außenminister in Doha im Juni 2025. Beide Länder dankten Katar für dessen Vermittlungsrolle. 

Zukünftig soll der Dialog auch bei fortbestehenden Differenzen aufrechterhalten werden. Dies betrifft insbesondere den Konflikt im Osten der DR Kongo. Prévot kündigte an, dass Belgien seine regionale Expertise zur Unterstützung bestehender Vermittlungsbemühungen nutzen wolle. Gleichzeitig werde Belgien weiterhin für die territoriale Integrität und Souveränität der DR Kongo eintreten. 

Der Artikel ist auf Englisch bei The Brussels Times erschienen.

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