Ruanda: EU-Finanzierung für ruandische Truppen in Mosambik soll im Mai auslaufen

Die finanzielle Unterstützung der Europäischen Union für den Einsatz der ruandischen Armee im Norden Mosambiks endet im Mai 2026, eine Verlängerung ist derzeit nicht geplant. Dies bestätigten EU-Vertreter, während zugleich die Auswirkungen jüngster US-Sanktionen gegen die ruandische Armee geprüft werden.

Die EU hatte zuletzt 2024 rund 20 Millionen Euro über die Europäische Friedensfazilität bereitgestellt, um Logistik und Ausrüstung der ruandischen Streitkräfte zu finanzieren. Diese sind in der Provinz Cabo Delgado im Einsatz, wo sie die Regierung im Kampf gegen eine mit dem sogenannten Islamischen Staat verbundene Rebellion unterstützen und strategisch wichtige Energieprojekte absichern.

Die Entscheidung fällt in eine Phase wachsender geopolitischer Spannungen. Die USA werfen Ruanda vor, die Rebellengruppe M23 im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) zu unterstützen, und haben entsprechende Sanktionen verhängt. Unklar ist bislang, welche Auswirkungen dies auf den Einsatz der ruandischen Truppen in Mosambik haben wird.

Die Sicherheitslage in Cabo Delgado bleibt für internationale Energieinteressen von zentraler Bedeutung. In der Region befinden sich bedeutende Gasvorkommen, darunter ein milliardenschweres Flüssiggasprojekt unter Leitung von TotalEnergies, das nach einem Großangriff islamistischer Kämpfer im Jahr 2021 ausgesetzt worden war.

Der Artikel ist auf Englisch bei Business Insider Africa erschienen. 

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