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Burundi: ACAT-Bericht dokumentiert anhaltende Gewalt und Foltervorwürfe
Der Monitoring-Bericht von ACAT Burundi für Januar 2026 warnt vor anhaltenden Menschenrechtsverletzungen im Land. Dokumentiert werden unter anderem außergerichtliche Hinrichtungen, Entführungen, Folter und andere Formen körperlicher Gewalt.
Zudem berichtet die Organisation über Einschüchterungen und Belästigungen durch Mitglieder der regierungsparteinahen Jugendorganisation, insbesondere gegenüber tatsächlichen oder vermeintlichen Anhängern von Oppositionsparteien. Diese Handlungen sollen laut Bericht unter dem Schutz von Behörden der Regierungspartei CNDD-FDD stattfinden. Weiterhin wird Geheimdienstbeamten vorgeworfen, Inhaftierte nachts aus inoffiziellen Haftstätten zu holen, sie zu foltern und anschließend in offizielle Gefängnisse zu überführen, um Misshandlungen zu vertuschen.
ACAT Burundi verurteilt diese Praktiken scharf und fordert unabhängige Ermittlungen, strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen sowie Entschädigung für die Opfer. Zudem verlangt die Organisation konkrete Maßnahmen der Behörden, um die Straflosigkeit zu beenden und weitere Menschenrechtsverletzungen zu verhindern.
Der Artikel ist auf Französisch bei rpa erschienen.