Burundi: Erste kongolesische Geflüchtete aus Burundi in die DR Kongo zurückgekehrt

Am 23. April 2026 haben die ersten kongolesische Geflüchtete aus dem Camp Busuma in der burundischen Provinz Buhumuza ihre Rückreise in die DR Kongo angetreten. Die Operation wurde vom UNHCR in Zusammenarbeit mit den Regierungen Burundis und der DR Kongo organisiert.  

Das Lager Busuma beherbergt laut UNHCR über 60.000 Menschen, die unter schwierigen Bedingungen leben: Krankheiten, Wassermangel, unzureichende Lebensmittelversorgung gehören hier zum Alltag der Bewohner:innen. Hunderte Todesfälle sollen bereits verzeichnet worden sein.  

Die UNHCR-Vertreterin für Burundi, Brigitte Mukanga-Eno, betonte, dass die Rückführung ausschließlich freiwillig und zunächst auf als sicher eingestufte Gebiete rund um die Stadt Uvira beschränkt sei. Der erste Konvoi umfasste 470 Personen, die mit 16 Bussen transportiert wurden, während UNHCR-Lastwagen ihr Hab und Gut in die DR Kongo brachten. Ab der folgenden Woche sollen zweimal wöchentlich Konvois mit jeweils rund 1.000 Personen folgen. 

Das UNHCR appelliert dringend an internationale Partner und Geldgeber, die Operation finanziell zu unterstützen: Sowohl die Rückführung selbst als auch ein Rückkehrpaket zur Unterstützung der Reintegration seien derzeit nicht ausreichend finanziert. Insgesamt beherbergt Burundi nach UNHCR-Angaben mehr als 200.000 kongolesische Flüchtlinge - ebenfalls unter schwierigen Bedingungen. 

Der Artikel ist auf Französisch bei Iwacu erschienen.

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