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Burundi: Reporter ohne Grenzen prangert die Verurteilung der Journalistin Sandra Muhoza an
Die Journalistin Sandra Muhoza wurde am Mittwoch, den 14. Januar, in Ngozi, Nord-Burundi, wegen „Verletzung der territorialen Integrität des Landes“ und „Rassenhass“ zu vier Jahren Haft verurteilt. Ihr Anwalt kritisiert ein „ungerechtes und willkürliches“ Verfahren und kündigte an in Berufung zu gehen.
Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich zwölf Jahre Haft gefordert. Laut Reporter ohne Grenzen (RSF) soll die Journalistin Informationen über eine angebliche Waffenverteilung in einer privaten WhatsApp Gruppe geteilt haben. RSF verurteilt das hohe Strafmaß und bezeichnet die Vorwürfe als konstruiert. Die Organisation wirft den burundischen Behörden vor journalistische Arbeit zu kriminalisieren.
Angehörige von Sandra Muhoza äußern Sorge über ihren Gesundheitszustand und kritisieren, dass ihr der Zugang zu adäquater medizinischer Versorgung im Krankenhaus verweigert worden ist.
Der Artikel ist auf Französisch bei jeune afrique erschienen.