Burundi: Révérien Ndikuriyo erneut an die Spitze der CNDD-FDD gewählt

Révérien Ndikuriyo, seit über zwanzig Jahren eine Schlüsselfigur der burundischen Regierungspartei CNDD-FDD, wurde am 25. Januar 2026 in Gitega erneut als Generalsekretär bestätigt. Sein politischer Aufstieg ist geprägt von Skandalen, gewaltverherrlichenden und polarisierenden Reden sowie wachsendem Einfluss.

Seit seiner Zeit als Gouverneur von Makamba wird er mit einem großen Finanzskandal in Verbindung gebracht, der nie aufgeklärt wurde. Später sorgten mehrere öffentliche Aufrufe zur Gewalt – darunter Drohungen gegen Oppositionelle und die berüchtigte „Belohnung für einen Kopf“ – für internationale Empörung. Unter seiner Führung wurden die Imbonerakure, die Jugendorganisation der DNDD-FDD, ideologisch und paramilitärisch gestärkt, wobei einige Mitglieder in den Konflikt im Osten der DR Kongo geschickt wurden und nicht zurückkehrten.

Ndikuriyo präsentiert die CNDD-FDD offen als „Partei-Staat“ und droht Andersdenkenden mit Konsequenzen. Seine Aussagen, die selbst Präsident Ndayishimiye widersprechen, sowie seine eigenständig organisierten religiösen Großveranstaltungen zeigen seinen wachsenden Machtanspruch innerhalb des Regimes.

Der Artikel ist auf Französisch bei rpa.bi erschienen.

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