Burundi: UNHCR warnt vor zunehmender humanitärer Belastung durch die Ankunft von Geflüchteten aus der DR Kongo

Der Zustrom von geflüchteten Menschen aus der DR Kongo nach Burundi hat ein Ausmaß erreicht, das die Aufnahmekapazitäten des Landes an seine Grenzen bringt. Nach aktuellen Angaben des Flüchtlingshilfswerk der UN (UNHCR) liegen die Belegungszahlen in Transitzentren und informellen Unterkünften inzwischen bei mehr als 200 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität. Der Bedarf an humanitärer Unterstützung hat damit einen kritischen Punkt erreicht.

Auf der Flucht vor den militärischen Auseinandersetzungen in Süd-Kivu sind seit Anfang Dezember 2025 mehr als 84.000 Menschen nach Burundi gelangt. Täglich kommen Tausende hinzu – viele zu Fuß oder mit Booten, erschöpft, traumatisiert und oft ohne jegliche Ressourcen. Frauen und Kinder machen den Großteil der Neuankömmlinge aus. Zeug:innen berichten sogar von schwangeren Frauen, die seit Tagen keinen Zugang zu Nahrung hatten.

Die extreme Überbelegung der Unterkünfte führt zu gravierenden Engpässen bei Wasser und Lebensmitteln und erhöht zugleich das Risiko von Krankheitsausbrüchen wie Cholera. Um die dringend benötigte Versorgung der Geflüchteten sicherzustellen, ruft das UNHCR zu einer Soforthilfe von über 47 Millionen US‑Dollar für die kommenden vier Monate auf.

Der Artikel ist auf Französisch bei rpa erschienen.

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