DR Kongo-Burundi: Militärübung der burundischen Streitkräfte an der Grenze zu Uvira in ohnehin angespannter Lage

Die burundische Armee hat für Montag, den 8. September, eine routinemäßige Militärübung auf dem Gelände des 111. Infanteriebataillons in Gatumba, nahe der Grenze zur DR Kongo, angekündigt. Die Bevölkerung wurde vorgewarnt, dass im Laufe des Tages Detonationen und Waffengeräusche zu hören sein werden. Laut Militärangaben handelt es sich um geplante und kontrollierte Übungen.

Die Ankündigung fällt in eine Phase erhöhter Spannungen auf der anderen Seite der Grenze. In der kongolesischen Stadt Uvira (Provinz Süd-Kivu) dauern seit Tagen Proteste gegen die Ernennung von General Olivier Gasita an. Gasita wurde zum Kommandanten für Operationen und Nachrichtendienst der 33. Militärregion ernannt – eine Entscheidung, die bei Teilen der Bevölkerung auf Widerstand stößt. Demonstrant:innen, darunter auch Mitglieder der Wazalendo-Milizen, werfen ihm vor, mit den Rebellen der Allianz der Kräfte für den Wandel/M23 (AFC/M23) zu sympathisieren.

Am Montagmorgen blieb die Lage in Uvira angespannt. Barrikaden wurden errichtet, und Tausende Menschen gingen auf die Straßen. Der Sprecher der kongolesischen Armee verurteilte die Proteste scharf und sprach von einem „Manöver der Feinde der Republik“. Er betonte zugleich, dass General Gasita sein Amt behalte.

Die gleichzeitige Durchführung der Militärübung in Gatumba und die Unruhen in Uvira wecken Befürchtungen, dass sich die angespannte Situation an der Grenze weiter zuspitzen könnte.

Der Artikel ist bei Actualite.cd erschienen. 

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