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Grenze zwischen Uvira und Bujumbura öffnet nach fast zweimonatiger Schließung wieder
Mit der Wiederöffnung des Grenzübergangs zwischen Uvira in der DR Kongo und Bujumbura in Burundi sind auch die wirtschaftlichen Aktivitäten wieder angelaufen. Bereits am Morgen wurden die ersten Zolleinnahmen erhoben, nachdem diese während der Präsenz der AFC/M23 blockiert gewesen waren. Die Grenzdienste wurden neu organisiert, Material eigens aus Kinshasa herangeschafft, um den Betrieb wieder aufzunehmen.
Neben Sicherheitsaspekten spielt die wirtschaftliche Bedeutung der Achse eine zentrale Rolle. Ein erheblicher Teil der Wirtschaft in Süd-Kivu sowie in Burundi hängt vom reibungslosen Grenzverkehr ab. Darüber hinaus bestehen enge familiäre, schulische und berufliche Verbindungen über die Grenze hinweg: Schüler:innen, Arbeitnehmer:innen und Landwirt:innen pendeln regelmäßig zwischen beiden Ländern.
Auch humanitäre Fragen sind betroffen. Mehrere Tausend Menschen verlassen derzeit die überfüllten Geflüchtetenlager und suchen nach alternativen Lebensperspektiven. Die Wiedereröffnung der Grenze kann daher nicht nur als sicherheitspolitisches Signal gesehen werden, sondern auch als wichtiger Schritt für Handel, Alltag und regionale Stabilisierung.
Der Artikel ist auf Französisch bei rfi Afrique erschienen.