- Nationale Politik
Wahl in Burundi von politischer Unterdrückung geprägt
Kurz vor den Parlaments- und Kommunalwahlen haben burundische Oppositionsparteien den Ablauf des Wahlkampfes kritisiert. Mitglieder und Unterstützer:innen ihrer Parteien sollen von Anhänger:innen der Regierungspartei CNDD-FDD (Conseil national pour la défense de la démocratie – Forces de défense de la démocratie) und ihrer Jugendorganisation, den Imbonerakure, bedroht und eingeschüchtert worden sein. Darüber hinaus soll es zu körperlichen Angriffen, Bedrohungen und der Zerstörung von Wahlscheinen gekommen sein, wie auch der burundische Innenminister Martin Niteretse einräumte.
Auch Expert:innnen in Burundi lehnten Gespräche über die Wahlen und die Entwicklungen im Land oft aus Angst vor Konsequenzen ab. Laut dem Vorsitzenden der Partei ARDR, Gabriel Banzawitonde, seien die Menschen so verängstigt, dass sie sich nicht trauen würden, Parteifarben von Oppositionsparteien zu tragen. Die Wahl sei darüber hinaus so sehr auf die Regierungspartei angepasst, dass deren Sieg schon fast feststehen würde.
Der Artikel ist auf Englisch bei der BBC zu lesen. Der Artikel zu den Aussagen von Innenminister Niteretse wurde auf Französisch bei Iwacu veröffentlicht.