Human Rights Watch warnt vor eingeschränkter Humanitärer Hilfe in Süd-Kivu

Human Rights Watch berichtet, dass die kongolesische Armee sowie andere bewaffnete Gruppen in den Hauts Plateaux von Süd-Kivu die humanitäre Hilfe blockieren und die Zivilbevölkerung an der Flucht hindern. Die UN haben die humanitären Zugangsbeschränkungen in der Region als „schwerwiegend" eingestuft. 

Auf der einen Seite stehen die Twirwaneho (aus der Banyamulenge-Gemeinschaft), verbündet mit ruandischen Streitkräften und der M23; auf der anderen die kongolesische Armee sowie Wazalendo-Milizen. Außerdem kämpfen rund 4.000 burundische Soldaten an der Seite der kongolesischen Armee in den Territorien Fizi und Mwenga. 

Es gibt konkrete Vorwürfe gegen beide Seiten: Die Twirwaneho hindern Zivilisten daran, das umkämpfte Minembwe zu verlassen, und nehmen Zwangsrekrutierungen vor. Die Wazalendo errichten Checkpoints, erpressen Geld und misshandeln Menschen, die verdächtigt werden mit der M23 zu sympathisieren. Zwischen Januar und März 2026 wurden mindestens zwei Zivilpersonen bei Drohnenangriffen getötet. Auch ein Gemeinschaftsradiosender und eine Kirche wurden dabei beschädigt.

Medikamente und Grundnahrungsmittel sind in Minembwe seit über einem Jahr kaum verfügbar; die Preise für Grundgüter wie Zucker und Salz sind fünfmal höher als in anderen Teilen Süd-Kivus. 

HRW fordert den UN-Sicherheitsrat auf, alle Konfliktparteien dazu zu verpflichten, humanitäre Helfer durchzulassen, und verantwortliche Kommandeure zu sanktionieren.

Der Bericht ist auf Englisch bei Human Rights Watch erschienen.

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