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DR Kongo: 88 Tote und ein Todesfall in Uganda - WHO ruft wegen Ebola-Ausbruch internationalen Gesundheitsnotstand aus
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat angesichts des neuen Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) einen „gesundheitlichen Notstand von internationaler Tragweite“ (PHEIC) ausgerufen. Nach Angaben von Africa CDC wurden bislang 336 Verdachtsfälle und mindestens 88 mutmaßliche Todesopfer registriert. Gleichzeitig betonte die WHO, dass die Situation derzeit noch nicht die Kriterien für eine Pandemie erfülle.
Laboruntersuchungen zufolge handelt es sich um den Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus, für den bislang weder ein Impfstoff noch eine spezifische Behandlung verfügbar ist. Besonders betroffen sind die Gesundheitsbezirke Mongbwalu und Rwampara in der Provinz Ituri im Nordosten des Landes. Als möglicher erster Fall gilt ein Krankenpfleger aus Bunia, der Ende April mit typischen Symptomen wie Fieber, Blutungen und Erbrechen medizinisch behandelt wurde.
Auch Uganda meldete inzwischen einen ersten Todesfall: Ein 59-jähriger kongolesischer Staatsbürger starb in einem Krankenhaus in Kampala an Ebola. Die ugandischen Behörden betonten jedoch, dass bislang keine lokalen Übertragungen festgestellt wurden.
Die DR Kongo gehört seit Jahren zu den am stärksten von Ebola betroffenen Ländern weltweit. Der letzte Ausbruch wurde erst Ende 2025 offiziell für beendet erklärt. Zwischen 2018 und 2020 hatte die bislang schwerste Ebola-Epidemie des Landes fast 2.300 Todesopfer gefordert. Die aktuelle Entwicklung löst daher erneut große Sorge über eine mögliche regionale Ausbreitung und die Belastung der Gesundheitssysteme aus.
Der Artikel ist auf Französisch bei Le Monde Afrique erschienen.