DR Kongo: ADF greift Kirchen und Gemeinden in Nord-Kivu und Ituri an

Die Rebellen der Allied Democratic Forces (ADF) haben ihre Angriffe auf die Zivilbevölkerung in den ostkongolesischen Provinzen Nord-Kivu und Ituri deutlich intensiviert. Besonders betroffen sind christliche Gemeinden: Kirchen und Pfarrgebäude wurden gezielt angegriffen, zahlreiche Zivilist:innen wurden vertrieben oder vermeiden aus Angst öffentliche Versammlungen.

Im Territorium Lubero, in Nord-Kivu, ist die katholische Pfarrei von Masoya seit dem 26. Januar 2026 geschlossen, nachdem Angriffe der ADF zur Flucht von mindestens 8.000 Gläubigen geführt haben. Seit Jahresbeginn wurden in fast sechs von sieben Gebieten Kirchen oder Pfarrhäuser zerstört. Allein im Januar 2026 kamen im Lubero-Gebiet mindestens 80 Zivilist:innen ums Leben.

Vertreter:innen der Zivilgesellschaft kritisieren die unzureichende Reaktion der kongolesischen Armee und der ugandischen Streitkräfte, trotz gemeinsamer Militäroperationen gegen die ADF. Die Gewalt reiht sich in frühere Massaker an Zivilist:innen und Gläubigen im Jahr 2025 ein und gilt laut Beobachter:innen als gezielte Terrorstrategie, um christliche Gemeinschaften zu demoralisieren und Wut gegen einen als schutzunfähig wahrgenommenen Staat zu schüren. 

Anfang Februar 2026 kam es zu neuen Angriffen nahe Oicha. Die Armee spricht von Vergeltung nach dem Tod von 13 Soldaten in Ituri.

Der Artikel ist auf Französisch bei Deutsche Welle erschienen.

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