DR Kongo: Angriff der ADF auf Bergbaustandorte in der Provinz Ituri fordert mehrere Todesopfer

Bei einem Angriff der mit dem sogenannten Islamischen Staat verbundenen Rebellen der ADF sind im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) mehrere Menschen getötet worden. Nach Angaben der kongolesischen Behörden griff die bewaffnete Gruppe in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Bergbaustandorte in der Umgebung der Ortschaft Muchacha in der Provinz Ituri an.

Die Regierung erklärte, der Angriff habe mehrere Todesopfer gefordert, Anlagen seien in Brand gesetzt worden und zahlreiche Bewohner hätten fliehen müssen. Zu der Attacke bekannte sich laut Behörden der Islamische Staat. In der Region finden umfangreiche Goldabbauaktivitäten statt, darunter auch in einem von chinesischen Unternehmen betriebenen Bergbaugebiet.

Nach Angaben lokaler Behörden gerieten Soldaten, die zur Unterstützung in das Gebiet entsandt worden waren, in einen Hinterhalt. Dabei wurden sieben von ihnen verletzt. Vertreter der Zivilgesellschaft berichteten zudem von entführten Personen und warnten, dass die Zahl der Opfer möglicherweise höher liege, da der Zugang zum Angriffsort derzeit schwierig sei.

Die ADF (Allied Democratic Forces), eine ursprünglich aus ugandischen Rebellen hervorgegangene Gruppe, verübt seit Jahren Angriffe in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri. Trotz einer gemeinsamen Militäroperation der kongolesischen und ugandischen Armee, die seit 2021 gegen die Gruppe vorgeht, kommt es weiterhin zu schweren Gewalttaten in der Region.

Der Artikel ist auf Französisch bei Le Monde Afrique erschienen. 

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