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DR Kongo: Angriffe der Rebellen der Alliierten Demokratischen Kräfte fordern mindestens 52 Todesopfer in Nord-Kivu
Zwischen dem 9. und 16. August verübte die bewaffnete Gruppe ADF, die Verbindungen zum Islamischen Staat hat, Angriffe auf mehrere Ortschaften in den Gebieten Beni und Lubero in Nord-Kivu. Dabei sollen mindestens 52 Menschen getötet worden sein. Bereits wenige Tage zuvor hatten die ADF im Gebiet von Bapere mindestens 40 Menschen getötet. Laut lokalen Quellen setzten die Angreifer dabei Häuser in Brand und verschleppten Zivilisten, während sie auf der Flucht vor Operationen der kongolesischen und ugandischen Streitkräfte waren.
Die bewaffnete Gruppe ADF, ursprünglich aus ugandischen Rebellen hervorgegangen, verüben seit Jahren Massaker, Plünderungen und Morde im Nordosten der DR Kongo und haben trotz internationaler Aufmerksamkeit Tausende Zivilist:innen getötet. Ende 2021 starteten Uganda und die DR Kongo die gemeinsame Militäroperation „Shujaa“, die die ADF zwar in abgelegene Gebiete verdrängt, ihre Übergriffe aber nicht beendet hat. Als Reaktion auf die jüngsten Angriffe verstärkte die UN-Mission MONUSCO ihre militärische Präsenz und gewährte mehr als 200 Zivilist:innen Schutz in einer ihrer Basen.
Der Artikel auf Französisch ist bei le monde afrique erschienen.