DR Kongo: Ebola-Epidemie in der DR Kongo breitet sich aus — zehn Länder in Alarmbereitschaft

Die DR Kongo kämpft mit ihrer 17. Ebola-Epidemie. Am 15. Mai 2026 hat die Regierung der DR Kongo eine Epidemie der seltenen Bundibugyo-Variante des Ebola Virus ausgerufen. Gegen die Variante gibt es weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung. Die Sterblichkeitsrate liegt bei bis zu 50 Prozent. Laut aktuellem Stand des kongolesischen Gesundheitsministeriums wurden 204 Todesfälle bei 867 Verdachtsfällen registriert.  

Das Epizentrum liegt in Ituri im Nordosten des Landes — einer schwer zugänglichen Bergbauregion, die von bewaffneten Gruppen geprägt ist. Von dort hat sich das Virus bereits in die Nachbarprovinzen Nord- und Süd-Kivu ausgebreitet, wo die M23 weite Gebiete kontrolliert. Auch in Uganda wurden bereits fünf Fälle bestätigt, darunter ein Todesfall. Die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union (Africa CDC), hat zehn weitere Länder unter Beobachtung gestellt: Burundi, Ruanda, Tansania, Kenia, Äthiopien, Südsudan, Kongo-Brazzaville, Angola, die Zentralafrikanische Republik und Sambia. Ruanda hat Einreisebeschränkungen für Personen aus der DR Kongo verhängt.  

Obwohl die WHO das globale Risiko als gering einstuft, haben auch die USA die Grenzkontrollen verschärft. Erschwerend kommt hinzu, dass die Hilfsorganisationen mit massiven Kürzungen internationaler Gelder konfrontiert sind — insbesondere nachdem sich die USA aus der WHO zurückgezogen haben. 

Der Artikel ist auf Französisch bei Le Monde Afrique erschienen.

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