- Internationale Politik
DR Kongo: Erste Drittstaatenangehörige aus den USA in die DR Kongo abgeschoben
Im Rahmen eines Abschiebeprogramms der US-Regierung wurde erstmals eine Gruppe von 15 Drittstaatenangehörigen - überwiegend Kolumbianer:innen und Peruaner:innen - in die DR Kongo abgeschoben. Dies ist die erste von möglicherweise mehreren Gruppen, deren Aufnahme die DR Kongo zugesichert hat. Die kongolesische Regierung betont, der Aufenthalt sei temporär und die Kosten für Aufnahme und Versorgung trage die amerikanische Regierung.
Die Vereinbarung ist Teil der repressiven Einwanderungspolitik der Trump-Regierung, die seit Anfang 2025 Abkommen mit mehreren afrikanischen Ländern geschlossen hat, um abgelehnte Migrant:innen in Drittstaaten abzuschieben. Laut einem Bericht des US-Senats hat die Regierung dafür bislang mehr als 40 Millionen Dollar ausgegeben, davon über 32 Millionen Dollar als "direkte" Zahlungen an Äquatorialguinea, Ruanda, El Salvador, Eswatini und Palau.
Die Vereinbarung wurde zu einem Zeitpunkt geschlossen, da die USA mit der DR Kongo über ein Rohstoffabkommen verhandeln, das amerikanischen Firmen Zugang zu strategisch wichtigen Rohstoffen geben soll. Auch im Friedensprozess zwischen der DR Kongo und Ruanda spielen die USA eine aktive Vermittlerrolle.
Der Artikel ist auf Englisch bei der BBC erschienen.