DR Kongo: Goma Ziel eines Drohnenangriffs

In der Nacht zum Mittwoch, dem 11. März, erschütterten mindestens zwei Explosionen die Stadt Goma im Osten der Demokratische Republik Kongo (DR Kongo). Nach Angaben der Rebellenallianz AFC/M23, die die Stadt derzeit kontrolliert und Unterstützung aus Ruanda erhalten soll, handelte es sich um einen Drohnenangriff. Demnach kamen drei Menschen ums Leben.

Berichten zufolge stürzte eine der Drohnen in den Kivusee, während eine zweite ein Wohnhaus im zentral gelegenen Stadtteil Katindo traf. In dem Gebäude, das von Beamten und ehemaligen Staatsbediensteten bewohnt wird, wurde eine Leiche entdeckt. Nach Informationen vor Ort handelt es sich um einen französischen Mitarbeiter des UN-Kinderhilfswerks UNICEF.

Der Tod des französischen Staatsbürgers wurde später vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron über das soziale Netzwerk X bestätigt. Das betroffene Gebäude liegt weniger als 500 Meter vom Wohnhaus von Olive Kabila entfernt, der Ehefrau des ehemaligen Präsidenten Joseph Kabila. Dieser wurde von der kongolesischen Justiz wegen angeblicher Verbindungen zur Rebellion der AFC/M23 zum Tode verurteilt.

Die Rebellen werfen der Regierung in Kinshasa vor, hinter dem Angriff zu stehen. Eine offizielle Bestätigung dieser Anschuldigung liegt bislang nicht vor.

Der Artikel ist auf Französisch bei rfi Afrique erschienen. 

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