DR Kongo: Kinshasa akzeptiert den von Angola vorgeschlagenen Waffenstillstand

Die DR Kongo hat am 13. Februar 2026 dem von Angola vorgeschlagenen Grundsatz eines Waffenstillstands im Osten des Landes zugestimmt. Präsident Félix Tshisekedi erklärte, dies geschehe „im Sinne der Verantwortung, der Beruhigung und der Suche nach einer friedlichen Lösung des Konflikts“. Der Vorschlag geht auf Angolas Präsidenten João Lourenço zurück, dessen Land derzeit auch den Vorsitz der Afrikanischen Union (AU) innehat.

In einer offiziellen Erklärung begrüßte die kongolesische Präsidentschaft die Vermittlungsbemühungen Angolas und dessen Einsatz für Frieden und Stabilität in der Region der Großen Seen. Als Datum für das Inkrafttreten des Waffenstillstands gilt nach Angaben einer mit der Angelegenheit vertrauten Quelle der 18. Februar um 12 Uhr, auch wenn diese Frist in der offiziellen Mitteilung nicht ausdrücklich genannt wird.

Der Waffenstillstand soll im Rahmen des am 14. Oktober 2025 in Doha vereinbarten Überwachungs- und Verifizierungsmechanismus umgesetzt werden. Die Bedingungen wurden Anfang Februar konkretisiert. Die UN-Mission MONUSCO hat demnach begonnen, insbesondere nahe Uvira in der Provinz Süd-Kivu, Truppen zu stationieren.

Nach Angaben der Präsidentschaft umfasst der Waffenstillstand ein sofortiges Einfrieren der Positionen, den Stopp militärischer Verstärkungen und Rotationen, das Verbot offensiver Versorgungsmaßnahmen sowie das Ende jeglicher externer Unterstützung bewaffneter Gruppen auf kongolesischem Staatsgebiet.

Die bewaffnete Gruppe AFC/M23 hat sich bislang nicht zu dem vorgeschlagenen Datum geäußert. Aus Ruanda kam hingegen Kritik: Außenminister Olivier Nduhungirehe stellte öffentlich den politischen Willen Kinshasas infrage und zweifelte an der Wirksamkeit weiterer Abkommen, solange aus seiner Sicht militärische Operationen fortgesetzt würden.

Der Artikel ist auf Französisch bei rfi afrique erschienen. 

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