DR Kongo: Neuer Angriff der ADF in Ituri fordert zahlreiche Opfer

Ein neuer Angriff im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo wird der mit dem sogenannten Islamischen Staat verbundenen Rebellengruppe ADF zugeschrieben. Am Abend des 16. März überfielen Kämpfer das Dorf Babesua im Gebiet Mambasa in der Provinz Ituri, töteten mindestens 19 Zivilisten und setzten mehrere Häuser in Brand. Die Zahl der Opfer könnte weiter steigen.

Das Dorf liegt nahe dem Okapi-Wildreservat, wo selbst eingesetzte Umweltwächter den Angriff aufgrund mangelnder Ausrüstung nicht verhindern konnten. Die Tat reiht sich in eine Serie jüngster Gewaltakte ein: Bereits wenige Tage zuvor hatten mutmaßliche ADF-Kämpfer Bergbaustandorte in der Region angegriffen.

Der Osten der DR Kongo bleibt seit Jahrzehnten von Gewalt geprägt. Besonders die ADF, ursprünglich eine ugandische Rebellengruppe, verübt regelmäßig Massaker und Angriffe auf Zivilisten in den Provinzen Ituri und Nord-Kivu. 

Der Artikel ist auf Französisch bei rfi Afrique erschienen. 

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