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DR Kongo: Regierung und AFC/M23 unterzeichnen in Bern Fahrplan für Friedensgespräche
Nach fünf Monaten sind erstmals wieder Vertreter:innen der kongolesischen Regierung und der AFC/M23 in Bern zusammengekommen, um den im Dezember in Washington begonnenen Friedensprozess wiederzubeleben. Mit Unterstützung der Schweiz, der USA, Katars, der Afrikanischen Union und Togos einigten sich beide Seiten auf eine Abfolge von Verhandlungsschritten und einen Zeitplan im Rahmen des Doha‑Abkommens und bekräftigten ihren Willen zu einer politischen Lösung.
Die Fortschritte blieben jedoch begrenzt: Besprochen wurden lediglich der Mechanismus zur Überprüfung des Waffenstillstands sowie der Austausch von Gefangenen. Die Gefangenenfrage sorgt weiterhin für Spannungen, da die M23 die Freilassung von über 300 Personen fordert, während die kongolesische Regierung bislang nur 10 Gefangene freigegeben hat. Auf beiden Seiten befinden sich jeweils rund 100 Kämpfer:innen in Gefangenschaft.
Eine erste Mission zur Überprüfung des Waffenstillstands ist für den 24. August in Minembwe (Süd‑Kivu) vorgesehen, unterstützt durch die UN-Friedensmission MONUSCO. Zudem soll ein Mechanismus zur Überwachung der Umsetzung des Doha‑Abkommens eingerichtet werden. Trotz dieser diplomatischen Bemühungen bleibt die Lage im Osten der DR Kongo äußerst angespannt: Die Kämpfe dauern an, und die Region ist weiterhin das Epizentrum der Ebola‑Epidemie mit über 2.500 Todesopfern.
Der Artikel ist auf Französisch bei TV5 Monde erschienen.