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DR Kongo: Über 200 Tote nach Einsturz einer Coltanmine in Rubaya
In der Stadt Rubaya im Osten der DR Kongo sind nach schweren Regenfällen mehr als 200 Menschen beim Einsturz einer Coltanmine ums Leben gekommen. Ein Sprecher der Rebellengruppe M23 bestätigte die hohe Zahl der Todesopfer, unter denen sich auch Frauen, Kinder und viele nicht offiziell angestellte Kleinschürfer befanden. Etwa 20 Überlebende werden im Krankenhaus behandelt.
Ein ehemaliger Minenaufseher erklärte gegenüber der BBC, dass die Mine schlecht gewartet gewesen sei. Dies habe sowohl das Risiko von Unfällen erhöht als auch die Rettungsarbeiten erschwert. Die instabile Bodenbeschaffenheit habe die Lage zusätzlich verschlimmert. Die kongolesischen Behörden werfen der M23 vor, illegale Minenarbeiten zuzulassen ohne Sicherheitsstandards durchzusetzen. Zwar sei der Bergbau in dem Gebiet bereits im Vorjahr offiziell verboten worden, doch befand sich die Mine zu diesem Zeitpunkt schon unter Kontrolle der M23.
Die Minen von Rubaya enthalten rund 15 % der weltweiten Coltanvorkommen und etwa die Hälfte der kongolesischen Bestände. Coltan liefert Tantal, das für elektronische Bauteile weltweit stark nachgefragt ist. Bei einem BBC-Besuch 2025 wurden gefährliche Arbeitsbedingungen und manuelle Förderung beobachtet. Seit 2024 kontrolliert die M23 die Minen und erhebt laut UN Berichten Steuern zu ihrem eigenen Vorteil.
Der Artikel ist auf Englisch bei bbc erschienen.